LE GRUYÈRE AOP
- Seraina
- 17. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Der Gruyère ist ein Hartkäse aus Rohmilch und wird in verschiedenen Kantonen produziert:
Freiburg, Waadt, Neuenburg, Jura, Bern und einigen Gemeinden anderer Kantone (SO, SG, AG, SZ, LU, ZG).
Sein Pflichtenheft umfasst 16 Seiten – im Vergleich zu den anderen elf AOP Käsen einiges umfassender.
Gereift wird er mindestens fünf Monate. Nach zwei Jahren bilden sich Salzkristalle, welche in Kombination mit seiner Fruchtigkeit ein Aroma von gerösteten Marroni erzeugen.
Würde man die Menschen auf der Strasse, sei es in der Schweiz oder auch im nahen Ausland, mit der Frage nach «dem bekanntesten Schweizer Käse» überraschen, so ist anzunehmen, dass der Gruyère wohl nebst dem Emmentaler am meisten genannt würde.
Gründe für seine Bekanntheit gibt’s verschiedene. Sicherlich hat die Schweizer Käseunion - welche ab dem Ersten Weltkriege 1914 bis ins Jahr 1999 den Absatz der drei Käse «Sbrinz, Gruyère & Emmentaler» forcierte - die Essgewohnheiten mehrerer Generationen beeinflusst. Sennereien, die Le Gruyère AOP produzieren, sind zahlreich und in verschiedenen Kantonen in der (Nord-)West- und Zentralschweiz anzutreffen. Der Gruyère ist daher für viele Schweizer ein regionales Produkt, wohlmöglich mit Erinnerungen und Emotionen verknüpft. Zudem könnte ich mir auch vorstellen, dass er durch seine vielseitige Einsatzfähigkeit in der kalten als auch warmen Küche, sowie die Genussreife in verschiedenen Stadien ein breites Publikum anspricht. So gibt es für individuelle Vorlieben einen möglichen Gruyère-Kandidaten.
Beschäftigt man sich mit der Geschichte des Schweizer Käses, so kommt man seinem Erfolgsgeheimnis auf die Spur. Und habt ihr gewusst, dass sich auch der Emmentaler bis ins 18.Jahrhundert hinein kaum vom Gruyère unterschieden hat, weder in der Grösse der Laibe, noch in der Art der Löcher?
In folgender Audiodatei habe ich euch die Informationen aus dem Buch «Schweizer Käse» von Fabian Scheffold und Dominik Flammer zusammengefasst:


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